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Blog

Ich hasse das - jemand anders hasst was anderes

27. September 2017

Ich habe gerade diesen Beitrag überflogen und mich herzlich darüber geärgert.

 

Diesen Ärger versuche ich jetzt in Worte zu fassen. 

 

Der Autor stellt zwei Haltungen gegenüber: Konservativ und liberal. Das tut er auf eine ironisch witzige, geistreiche Art und Weise. Doch der Beitrag brockt sich dabei eine Suppe ein, die der Autor auch mit seinem geliebten Urlöffel nicht auslöffeln kann.

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Esche 17

04. September 2017

Esche 17

 

"Mama! Wo sind die Enten?" Hanna kam mit ihrem kleinen Bruder Lasse an der Hand an den Kaffeetisch.

"Die kommen schon wieder. Vielleicht nächstes Jahr. Gebt das Brot doch den Schweinen!"

Erika füllte die Kaffeebecher der Männer auf. Die waren mitten in der Diskussion und hatten keinen Blick für das Schöne um sie herum. Im Gartenprojekt Esche 17 leuchteten Petunien zwischen Giersch, Löwenzahn und Kräuterspiralen aus alten Mauersteinen. Kurz vor der Wende kamen hier noch Feinstrickwaren aus Maschinen, die auf dem letzten Loch pfiffen. Jetzt war der Komposthaufen das einzige, was noch ans Verrotten dachte. Nur blühendes Leben, Gemüse, Schnittlauch, Wiesenblumen.

Unter den Wurzeln am Eschenbach hauste im Vorjahr noch eine Nutriafamilie. Die pelzigen Nagetiere hatte wohl der Fuchs geholt. Wie letztens auch die Hühner. Dafür hatte der Stadtgarten aber einen eigenen, kleinen Schweinestall mit drei zuckersüßen Göttinger Minischweinen.

Die Esche 17 war das Vorzeigeobjekt für modernes Urban Gardening im Leipziger Westen: Ein offener Kulturraum für jedermann, eine unersetzliche Bereicherung für die Nachbarschaft. Und immer bedroht, Opfer der Gentrifizierung zu werden.

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Waldwanderung

01. Mai 2017

Ein Student kommt übers Wochenende nach Hause. Daran stimmt gleich mehreres nicht. Er fährt aus der WG in Leipzig in das Haus seiner Eltern. Er kommt nicht. Er fährt weg von dem Zimmer, in dem seine alten Kindermöbel stehen. Das Zimmer, wo er einen Teppich an die Wand gehängt hat, damit man den Schimmel nicht sieht. Wo er in zwei Wochen raus muss, weil er wieder keine Miete zahlen kann.

Jetzt steht er im Flur. Der Fernseher läuft im Wohnzimmer. Im Zug hatte er sich noch drauf gefreut, nach Hause zu kommen. Jetzt hält er es kaum aus in dem Haus, das sein Vater gebaut hat, als er so alt war, wie der Student jetzt ist. Oben ist jetzt ein Gästezimmer. Es riecht es nach frischgewaschener Bettwäsche. Der Duft war schon vor zwanzig Jahren der gleiche. Seinen Rucksack stellt er in die Ecke, wo früher der Computertisch stand. Er muss nochmal raus.


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Werkstatt-Momente: 1. Die Welt umdrehen

26. Oktober 2016

Oft entstehen in der Erzählwerkstatt für scheinbar banale Situationen unerwartet kreative Lösungen, die den Geschichtenkosmos komplett verändern. Wie im ersten Beispiel aus der Reihe ausgewählter Erzählmomente: Die Erzählerin hat für einen ganz bestimmten Zweck einfach die ganze Welt auf den Kopf gestellt.


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Es ist soweit: Nach mehr als zehn Jahren ist die Erzählwerkstatt fertig!

Und sie ist wunderschön geworden.

 

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